Die Menschen in Costa Rica nennen sich selbst „Ticos“ und „Ticas“. Dieser Spitzname entstand, weil im costa-ricanischen Spanisch viele Wörter auf „-tico“ enden. Die offizielle Sprache ist Spanisch. In touristischen Regionen sprechen jedoch viele Menschen auch Englisch, was das Reisen für Touristen einfacher macht.
Die Kultur Costa Ricas ist eine spannende Mischung aus spanischen, indigenen und afro-karibischen Einflüssen. Besonders an der Karibikküste merkt man den Einfluss Jamaikas stark – zum Beispiel bei der Musik, beim Essen oder bei den bunten Häusern. Generell spielt Musik im Alltag vieler Menschen eine grosse Rolle.
Sehr typisch für Costa Rica ist der Ausdruck „Pura Vida“. Wörtlich bedeutet das „Reines Leben“. Die Menschen benutzen diesen Ausdruck aber fast überall: als Begrüssung, Verabschiedung oder einfach, um zu zeigen, dass alles gut läuft. „Pura Vida“ steht für eine entspannte, freundliche und positive Lebenseinstellung. Viele Touristen verbinden Costa Rica genau mit diesem lockeren Lebensgefühl.
Die Bevölkerung gilt als sehr offen, freundlich und hilfsbereit. Viele Menschen sind stolz auf ihr Land, besonders auf die Natur und den Umweltschutz. Deshalb achten viele Costa-Ricaner stark darauf, ihre Nationalparks und Tiere zu schützen.
Bildung spielt in Costa Rica eine wichtige Rolle. Die Alphabetisierungsrate liegt bei über 97 %, das heisst fast alle Menschen können lesen und schreiben. Der Staat investiert viel Geld in Schulen und Universitäten. Ein wichtiger Grund dafür ist die Abschaffung des Militärs im Jahr 1949. Nach einem kurzen Bürgerkrieg entschied die Regierung, keine Armee mehr zu haben. Statt Geld für Waffen auszugeben, investierte das Land lieber in Bildung, Gesundheit und Umwelt. Deshalb gilt Costa Rica heute als eine der stabilsten Demokratien Lateinamerikas.
Fussball ist die beliebteste Sportart im Land. Wenn die Nationalmannschaft spielt, fiebern fast alle mit. Besonders berühmt wurde Costa Rica bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2014, als das kleine Land überraschend bis in den Viertelfinal kam und sogar grosse Fussballnationen besiegte.
Auch traditionelle Feste sind wichtig. Dabei gibt es Musik, Tanz, farbenfrohe Kleidung und viel Essen. Typische Gerichte sind zum Beispiel „Gallo Pinto“, ein Gericht aus Reis und Bohnen, frische tropische Früchte oder Meeresfrüchte von den Küsten.
Ich war beeindruckt über die Freundlichkeit, die Hilfsbereitschaft und die Offenheit der Ticos und Ticas. Pura Vida! Pura vida habe ich im Alltag wirklich oft gehört. Ich habe versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat. Eigentlich heisst "Pura Vida" "Reines Leben". Aber es ist mehr als das. Man benutzt es für Begrüssung und Verabschiedung, als Antwort auf die Frage, "Wie geht es dir?", oder auch zur Beruhigung. Im Sinne von "Mach dir keinen Stress".
Matteo Adank
Typisches Strandessen Typische Masken des Boruca Stammes
Pura Vida als Lebensmotto des ganzen Landes. (Quelle)
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